Das erste Mädchensportprojekt Deutschlands sind die Wurzeln des Mädchensportzentrum Pia Olymp.
Die Idee hatten die Frauen des Vereins HEDA e.V. (Helfen durch Aktivität). Sie entwickelten eine Projekt, das einen ganzheitlichen Ansatz in den Angeboten für Mädchen und Frauen vorsah. Sport – Bewegung – Kommunikation – Beratung, dass waren die vier Zauberworte, hinter denen sich das Konzept verbarg. Ein Konzept, welches die Sportjugend Berlin aufgriff und das Bundesministerium für Inneres für so gut befand, dass es ein Bundesmodellprojekt wurde.
In Berlin Hohenschönhausen wurde das erste Mädchensportprojekt eingerichtet und nahmseine Arbeit auf. Es war in den Räumen „Zum Hechtgraben 1“ in der ersten Etage zu finden. Hier wurde das Konzept mit Leben gefüllt.
Mit Ende der Modellphase wollte die Sportjugend das Mädchensportprojekt nicht mehr unterstützen. Es wurde ein neuer Trägerverein gesucht.
1993 fusionierte der Verein HEDA mit der lokalen Freizeitsportorganisation Kietz für Kids Freizeitsport e.V. Die Idee des Mädchensportprojektes war erst einmal gerettet.
Das Sonderprogramm „Jugend mit Zukunft – Gegen Gewalt“ der Senatsjugendverwaltung im Jahr 1993/94 eröffnete ganz neue Dimensionen. Mit einer neuen Konzeption, die den Schwerpunkt der sportorientierten Jugendarbeit auf Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren legte, wurde der Grundstein für das Mädchensportzentrum Pia Olymp gelegt.
Mit Hilfe der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin wurde ein Gebäude direkt am S-Bahnhof Wartenberg umgebaut. Der Verein Kietz für Kids Freizeitsport e.V. brachte hier seine Erfahrungen in bezug auf Gestaltung von Sport- und Freizeitstätten mit ein.
Im Mai 1996 eröffnete das Mädchensportzentrum im eigenen Haus.
Die ersten Besucherinnen des Mädchensportzentrums kreierten den Namen für IHREN Club. Es gab einen kleinen Wettbewerb zur Namensgebung. Die Anforderung war, dass der Name einen Bezug zu Mädchen und zum Sport haben sollte. die originellste Idee gewann: Olympia = Olymp (Sport) + Pia (Mädchenname). Vielen Dank Doreen für Deine schöne Namensidee!
Es sprach sich im Stadtteil schnell herum, dass es ein Club nur für Mädchen gibt. Das Mädchensportzentrum hat sich schnell zu einer etablierten Jugendfreizeiteinrichtung für Mädchen und junge Frauen mit dem Schwerpunkt Bewegung und Sport im Stadtteil und darüber hinaus entwickelt.
2003 stand das „Pia“ kurzzeitig unter Schock – die Finanzierung durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin wurde um 43 % gekürzt. Der Bezirk Lichtenberg sah die ernsthafte Bedrohung des Projektes und sprang ein. Seit diesem Zeitpunkt wird das Mädchensportzentrum aus der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und dem Bezirksamt Lichtenberg finanziert.
2005 sollte das Mädchensportzentrum umziehen. Der Bahnhofsvorplatz sollte umgestaltet und das marode Haus am Platz (also das Pia) abgerissen werden. Mit Unterstützung des Genderbeitrates für das Programm „Stadtumbau Ost“ und der damaligen Baustadträtin Frau Lompscher gelang es, Mittel aus diesem Programm für den Umbau u.a. der Fassade zu erhalten.
2008 waren die Bauarbeiten beendet.